Zahnfleischbluten Ursachen, Symptome & Behandlung
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Nach der Empfehlung vom Zahnarzt auf eine elektrische Zahnbürste umzusteigen, hat sich Fabian auf dem Markt umgeschaut und nicht das passende Produkt für sich gefunden. Aus einem Mangel heraus, entstand so die Idee selbst eine elektrische Zahnbürste auf den Markt zu bringen. Wir wollten eine bessere Zahnpflege. Eine natürliche,ehrliche und preiswerte.

Die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten ist eine mangelnde Mundhygiene. Meistens ist Zahnfleischblutung ein Anzeichen für eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung).

Es gibt jedoch auch andere Gründe, wie beispielsweise Parodontitis. Welche weiteren Ursachen infrage kommen und wann du wegen Zahnfleischbluten zum Arzt gehen solltest, erfährst du im folgenden Beitrag. 

Was steckt hinter Zahnfleischbluten?

Gesundes Zahnfleisch erkennst du an einer hell-rosa Farbe. Gesundes und starkes Zahnfleisch ist sehr robust. Durch das an den Zähnen enganliegende Zahnfleisch sind deine Zähne fest in deinem Kiefer verankert.

Außerdem stellt gesundes Zahnfleisch einen Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Bakterien in die Zahnwurzeln dar. Diese Aufgaben sind nicht mehr erfüllt, wenn dein Zahnfleisch blutet. 

In der Regel merkst du bei Zahnfleischbluten auch Schmerzen, wenn das Zahnfleisch leicht berührt wird. Schmerzen sind jedoch kein muss, es ist möglich, dass das Zahnfleisch geschwollen ist. Zudem kann es eine rötliche Farbe haben. Auch wenn dein Zahnfleisch 

  1. beim Essen eines Apfels, 
  2. nach dem Zähneputzen 
  3. oder der Anwendung von Zahnseide blutet, ist das immer ein Hinweis dafür, dass sich das Zahnfleisch verändert hat. 

Wie entsteht Zahnfleischbluten? Alle Gründe im Überblick

Zahnfleischbluten kann verschiedene Ursachen haben. Meistens liegt der Grund in einer mangelnden Mundhygiene. In dem Fall vermehren sich verschiedene Bakterien ungehindert in der Mundhöhle.

Es ist ebenso möglich, dass eine kleine Verletzung zu Zahnfleischbluten führt. Das kann beispielsweise passieren, wenn du deine Zähne mit zu starkem Druck putzt. 

Plötzliches Zahnfleischbluten kann unter anderem an durchbrechenden Weisheitszähnen liegen. Wer ständig an Zahnfleischbluten leidet, sollte die Ursache vom Zahnarzt abklären lassen, denn manchmal steckt eine Erkrankung hinter blutendem Zahnfleisch. 

Zahnfleischblutung aufgrund von mangelnder Mundhygiene

Oft entsteht Zahnfleischbluten durch eine unzureichende Mundhygiene. Auch bei regelmäßigem Zähneputzen werden die Zahnzwischenräume häufig nicht genügend gereinigt.

Dann können sich Bakterien an diesen Stellen ausbreiten und unter Umständen zu einer Zahnfleischentzündung führen. Eine sogenannte Gingivitis kann Zahnfleischblutungen verursachen. 

Eine elektrische Schallzahnbürste reinigt die Zähne effektiver als eine herkömmliche Zahnbürste. Diese Zahnbürste erzeugt Schwingungen, wodurch die feinen Borsten schnell vibrieren. Dadurch werden auch die Zahnzwischenräume gründlich gereinigt.

Zusätzlich ist die Anwendung einer Munddusche zu empfehlen, die mögliche Speisereste nach dem Zähneputzen beseitigt. 

So kann Parodontitis zu blutendem Zahnfleisch führen

Eine Zahnfleischentzündung kann sich auf das komplette Zahnbett ausweiten. Dann spricht man von einer Parodontitis. Die Entzündung geht auf den Zahnhalteapparat über und greift den Kieferknochen an.

Als Folge lockern sich die Zähne und im schlimmsten Fall kommt es zum Zahnverlust. Oft ist der Verlauf einer Parodontitis schleichend und ohne Anzeichen. 

🦷 Expertenhinweis: Zahnfleischbluten kann jedoch als mögliches Warnsignal angesehen werden.

Körperliche Krankheiten als Ursache von Zahnfleischbluten

Manchmal steckt hinter Zahnfleischbluten eine Erkrankung. So kann 

  • Leukämie, 
  • Diabetes mellitus 
  • und HIV zu Zahnfleischblutungen führen. 

Auch Magersucht kann Zahnfleischbluten auslösen, weil bei einer Mangelernährung wichtige Nährstoffe fehlen. Ein Mangel an Eiweiß sowie an Vitamin C kann Zahnfleischblutungen begünstigen.

Des Weiteren kann es bei Blutgerinnungsstörungen sowie bei einer Virus- oder Pilzinfektion zu Blutungen des Zahnfleischs kommen.

Hormonelle Einflüsse: Wie wirken sie sich auf das Zahnfleisch aus?

Die Pubertät, eine Schwangerschaft und die Wechseljahre sind mit Hormonveränderungen verbunden. Bei Schwankungen des Östrogenspiegels kann es passieren, dass Gewebe zu wenig oder zu stark durchblutet wird. In den Fällen erhöht sich die Anfälligkeit des Zahnfleisches für Entzündungen und Verletzungen. 

Die Zusammensetzung des Speichels verändert sich oder die Speichelproduktion nimmt ab, sodass der Schutz vor Keimen reduziert ist. Dies kann ebenfalls durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille passieren, weil dadurch die Hormone beeinflusst werden. 

Mögliche Folgen von Verletzungen der Mundschleimhaut

Zahnfleischbluten kann auch die Folge von einer verletzten Mundschleimhaut sein. So können zu heiße Getränke oder Speisen die Schleimhaut reizen. Auch schlechtsitzende Zahnprothesen können das Zahnfleisch verletzen.

Des Weiteren können kleine Verletzungen am Zahnfleisch auftreten, wenn du 

  • beim Zähneputzen zu viel Druck ausübst 
  • oder Zahnseide nicht richtig anwendest. 

Ungleichgewicht der Bakterien: Folgen für die Zahngesundheit

Im Mundraum tummeln sich Hunderte von Bakterien. Die Gesamtheit dieser und anderer Mikroorganismen wird als Mundflora bezeichnet. Bei einer guten Mundhygiene bleibt die Mundflora im Gleichgewicht.

Ist die Mundhygiene unzureichend, kommt es zur übermäßigen Vermehrung von schädlichen Bakterien. 

🦷 Expertenhinweis: Bakterien produzieren Abfallprodukte, die Zahnfleischbluten sowie Gingivitis auslösen können. 

Bakterien bilden zusammen mit Speiseresten einen weichen Zahnbelag auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen. Führst du täglich eine gründliche Mundhygiene durch, wird der Zahnbelag (Plaque) entfernt.

Ansonsten verhärtet sich der Belag und entwickelt sich zu Zahnstein, der nur noch vom Zahnarzt beseitigt werden kann. 

Der Einfluss von Medikamenten

Manche Medikamente haben als mögliche Nebenwirkung Zahnfleischblutungen. Dazu gehören 

  • Immunsuppressiva, 
  • Antiepileptika 
  • und Blutdrucksenker. 

Auch Medikamente zur Vorbeugung von weiteren Herzinfarkten oder Thrombose können Zahnfleischbluten nach sich ziehen, weil sie das Blut verdünnen. Darüber hinaus können die Anti-Baby-Pille oder andere Hormonpräparate Zahnfleischblutungen verursachen, da sie Hormonveränderungen verursachen. 

Schnelle Hilfe: So stoppst du die Blutung effektiv!

Was tun bei Zahnfleischbluten? Wenn dein Zahnfleisch akut blutet, kannst du einen Wattetupfer auf die betroffene Stelle drücken. Oder du hältst eine kalte Kompresse für rund zehn Minuten an die blutende Stelle. 

Vorbeugung von Zahnfleischbluten: Bewährte Methoden und Tipps

Die zuvor genannten Maßnahmen sind für das akute Stoppen von Zahnfleischbluten geeignet. Um Entzündungen zu verhindern, solltest du vorbeugende Methoden ergreifen. 

🦷 Effektives und regelmäßiges Zähneputzen

🦷 Gründliche Entfernung von Speisereste in den Zahnzwischenräumen

🦷 Anwendung einer Mundspülung als Abschluss der täglichen Mundhygiene

🦷 Zuckerkonsum reduzieren

🦷 Rauchen aufhören

Putze deine Zähne zweimal täglich. Eine effektive Reinigung ist mit einer elektrischen Schallzahnbürste möglich.

Nach dem Zähneputzen können dennoch Speisereste und Plaque in den Zahnzwischenräumen verbleiben. Diese kannst du mit einer Munddusche beseitigen. Abschließend ist eine Mundspülung zu empfehlen, die Bakterien bekämpft. 

Zucker fördert das Wachstum von Bakterien, die Zahnfleischbluten sowie Karies verursachen. Deshalb solltest du deinen Zuckerkonsum reduzieren. Zudem begünstigt Tabakkonsum die vermehrte Entstehung von Plaque, Parodontitis und Zahnfleischbluten. 

Signale für den Arztbesuch: Wann sollte blutendes Zahnfleisch behandelt werden muss

Manchmal ist bei Zahnfleischbluten eine Behandlung erforderlich. Normalerweise klingt die Blutung schnell ab. Ist die Zahnfleischblutung jedoch stark oder hast du immer wieder mit Zahnfleischbluten zu tun, solltest du die Ursache bei deinem Zahnarzt abklären lassen. 

Bei diesen Anzeichen solltest du dich zahnärztlich behandeln lassen:

  • Dein Zahnfleisch blutet stark oder die Blutung kehrt ständig wieder.
  • Dein Zahnfleisch blutet bereits bei leichter Berührung mit der Zahnbürste.
  • Eine Infektion im Mundbereich ist nach 14 Tagen nicht abgeheilt.
  • Deine Zähne wirken länger und dein Zahnfleisch geht zurück.
  • Du spürst Schmerzen am Zahnfleisch.
  • Dein Zahnfleisch ist gerötet oder geschwollen.
  • Du hast Zahnstein. 
  • Zum Zahnfleischbluten treten Symptome wie Fieber oder Abgeschlagenheit auf.

Zahnfleischbluten: Ein harmloses Signal oder ernstes Warnzeichen?

Harmlos kann Zahnfleischbluten dann sein, wenn du dir mit zu heftigem Zähneputzen oder falscher Anwendung von Zahnseide eine kleine Verletzung am Zahnfleisch zugeführt hast. Ansonsten solltest du Zahnfleischbluten als Warnsignal ansehen. 

🦷 Expertentipp: Gesundes Zahnfleisch ist robust und blutet nicht. Verändert sich das Zahnfleisch und fängt an zu bluten, liegt häufig eine Zahnfleischentzündung vor, die unbehandelt weitere Folgen wie Parodontitis nach sich ziehen kann. 

Fazit

Zahnfleischbluten liegt in den meisten Fällen an einer mangelnden Mundhygiene. Werden die Zähne und Zahnzwischenräume nicht oft oder gründlich genug gereinigt, können sich schädliche Bakterien ungehindert vermehren und ausbreiten.

Dadurch lässt die Widerstandsfähigkeit des Zahnfleisches nach und häufig ist die Folge eine Zahnfleischentzündung. Es gibt noch weitere Faktoren, die als Ursache für Zahnfleischblutungen infrage kommen. 

Da mangelnde Mundhygiene zu den häufigen Ursachen von Zahnfleischbluten zählt, kannst du selbst Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen. Dazu gehören eine regelmäßige Zahnreinigung sowie die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume.

Für eine gute Mundhygiene ist die Verwendung einer elektrischen Schallzahnbürste sowie einer Munddusche zu empfehlen. 

FAQ

Welchen Mangel hat man bei Zahnfleischbluten?

Bei Zahnfleischbluten kann ein Mangel an Nährstoffen bestehen. Meistens handelt es sich um einen Vitamin-C-Mangel oder einen Eiweißmangel.

Welches Hausmittel hilft bei Zahnfleischbluten?

Um Zahnfleischbluten zu stoppen, können nach gründlichem Zähneputzen der Zwischenraumreinigung Hausmittel mit entzündungshemmender Eigenschaft hilfreich sein. Dazu gehören 

  • Salbei, 
  • Kamille, 
  • Nelkenöl, 
  • Teebaumöl 
  • und Apfelessig. 

Auch mit einer Salzlösung kannst du Zahnfleischbluten stoppen, denn Salz wirkt entzündungshemmend und reduziert die Bakterienanzahl im Mundraum. Des Weiteren gelten Ingwer und schwarzer Tee als Hausmittel bei Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen. 

Ist Zahnfleischbluten immer Parodontose?

Wenn dein Zahnfleisch blutet, kann das ein Hinweis auf Parodontose sein. Es gibt aber noch weitere Ursachen, die für Zahnfleischbluten infrage kommen. 

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