Zahnputztechnik
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Nach der Empfehlung vom Zahnarzt auf eine elektrische Zahnbürste umzusteigen, hat sich Fabian auf dem Markt umgeschaut und nicht das passende Produkt für sich gefunden. Aus einem Mangel heraus, entstand so die Idee selbst eine elektrische Zahnbürste auf den Markt zu bringen. Wir wollten eine bessere Zahnpflege. Eine natürliche,ehrliche und preiswerte.

Hast Du schon einmal bewusst auf Deine Zahnputztechnik geachtet? Häufig wird die Zahnputztechnik der Kinder von den Eltern übernommen.

Später wird dann nicht mehr darüber nachgedacht, ob das erlernte Zähneputzen überhaupt effektiv ist. Eine gründliche Mundhygiene ist für die Gesundheit Deiner Zähne und Deines Körpers von großer Bedeutung. Folgend informieren wir über unterschiedliche Zahnputztechniken.

Warum ist die richtige Zahnputztechnik so wichtig?

Um Zahnschäden zu vermeiden, ist die richtige Zahnputztechnik wichtig.

Zu den Grundlagen der Zahnputztechnik gehört unter anderem die Dauer des Zähneputzens. Du solltest Dir zweimal täglich jeweils 2 Minuten lang die Zähne putzen. Am besten führst Du die Zahnhygiene am Morgen nach dem Frühstück und am Abend vor dem Zubettgehen durch.

Hinweis: Falls Du zum Frühstück Obst isst oder Saft trinkst, solltest Du etwa 30 Minuten warten, bis Du Dir die Zähne putzt.

Säurehaltige Nahrungsmittel demineralisieren die Zähne für kurze Zeit. Der Speichel hat die Eigenschaft, Säuren zu neutralisieren.

Die Auswirkungen einer schlechten Zahnhygiene können sich auf verschiedene Körperbereiche beziehen. Bei einer mangelnden Mundhygiene können Karies, Gingivitis, Parodontitis oder andere Probleme der Zähne und des Zahnfleisches entstehen. Da sich bei schlechter Zahnhygiene Bakterien im Mundraum ansiedeln, können ebenfalls Folgeerkrankungen verursacht werden. So besteht unter anderem ein höheres Risiko für Herz- und Kreislaufkrankheiten.

Verschiedene Zahnputztechniken für eine optimale Mundhygiene

Folgend stellen wir Dir unterschiedliche Zahnputztechniken vor, die eine effektive Mundhygiene bewirken. Mit diesen Putztechniken kannst Du Deine Zähne gründlich reinigen.

Die Bass-Methode: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wahrscheinlich hast Du als Kind gelernt, Deine Zahnbürste kreisförmig beim Zähneputzen zu bewegen. Dabei können jedoch Nahrungsreste unter Dein Zahnfleisch gelangen. Zahnärzte empfehlen heute die sogenannte Bass-Technik. Das ist eine Zahnputztechnik, die nach Bass benannt wurde. 

Charles Bass war ein amerikanischer Arzt. Eine andere Bezeichnung für die Bass-Technik lautet Vibrationsmethode.

Du gehst folgendermaßen vor:

  • Halte Deine Zahnbürste im 45-Grad-Winkel halb auf die Zähne und halb auf das Zahnfleisch.
     
  • Führe kurze und schnelle Bewegungen mit der Zahnbürste durch.
     
  • Dabei führst Du die Zahnbürste hin und her.
     
  • Um Zahnbelag gründlich zu entfernen, solltest Du immer nur zwei Zähne auf einmal putzen. Bei der Bass-Technik wird davon ausgegangen, dass die Reinigung der Zahnzwischenräume beim Putzen einer kleinen Putzfläche effektiver ist.
     
  • Beim Zähneputzen solltest Du nur wenig Druck ausüben.

Putze zuerst die Außenflächen und anschließend auf dieselbe Weise die Innenflächen der Zähne. Abschließend werden die Kauflächen geputzt, wobei Du die Zahnbürste flach auf die Flächen aufsetzt.

Hierbei führst Du kreisende Bewegungen durch. Beginne mit den hinteren oberen Backenzähnen und putze bis zu den Schneidezähnen. Gleiches wiederholst Du mit den Kauflächen der unteren Zahnreihe.

Die Stillman-Methode: Für gesundes Zahnfleisch

Diese Zahnputztechnik wird bei Gingivitis (Zahnfleischentzündung) empfohlen. Der Fokus bei der Methode liegt darauf, die Zahnbürste vertikal an den Zahn anzulegen. Die Stillmann-Methode gilt als sehr schonend und soll deshalb für empfindliche Zahnhälse gut geeignet sein. 

Da diese Technik einfach zu erlernen ist, eignet sie sich nicht nur für Erwachsene, sondern ebenfalls für Kinder und Jugendliche:

  • Setze die Zahnbürste mit leichtem Druck und im 45-Grad-Winkel auf die Zähne.
     
  • Spare den Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn aus.
     
  • Putze zuerst die Innen- und Außenseiten der Zähne.
     
  • Führe die Zahnbürste abschnittsweise vom Zahnfleisch bis zur Zahnspitze und führe leichte Drehbewegungen durch.
     
  • Putze abschließend die Kauflächen, indem Du die Zahnbürste hin- und herbewegst. 

Die Charters-Methode: Ideal für Brückenträger und Zahnspangenträger

Die Charters-Methode ist vor allem bei der Nachbehandlung von Parodontitis sowie für Träger von Brücken und Zahnspangen gut geeignet. Dabei handelt es sich um eine sanfte Zahnputztechnik, mit der die Zahnzwischenräume gründlich gereinigt werden können.

Dabei setzt Du die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel an die äußere Fläche der Zähne an. Putze die Zähne abschnittsweise mit leicht vibrierenden Bewegungen: Bewege die Zahnbürste auf der Stelle vor und zurück. Diese Methode ist schwer auszuüben und zu erlernen, weshalb sie heute eher selten angewendet wird.;

Die Fones-Technik: Einfach und effektiv für Kinder

Diese Methode eignet sich gut für Kinder, da sie leicht erlernbar ist. Sie ist ebenso für Menschen mit eingeschränkter Motorik geeignet.

Die Frontzähne werden aufeinander gestellt, die Zahnbürste wird senkrecht auf die Außenseite der Zähne gehalten. Die Zahnbürste wird nun über die geschlossenen Zahnreihen geführt. Dabei wird am letzten Backenzahn begonnen und bis zur anderen Kieferseite zum letzten Zahn geputzt.

Bei dieser Zahnputztechnik wird die Zahnbürste in weiten, großen Kreisen über die Zähne und das Zahnfleisch bewegt. Abschließend werden die Kauflächen und die Innenseite der Zähne gereinigt.

Die KAI-Methode: Leichtes Zähneputzen für Kinder

Die KAI-Zahnputztechnik ist so einfach zu erlernen und durchzuführen, dass sie sich bereits für Kinder ab dem dritten Lebensjahr eignet.

KAI ist die Abkürzung für die Begriffe der Reihenfolge des Zähneputzens. Bei der KAI-Methode verläuft das Zähneputzen folgendermaßen:

  1. Die Kauflächen werden zuerst geputzt. Dabei wird die Zahnbürste mit kurzen Bewegungen hin und her geführt.
     
  2. Die Außenflächen der Zähne erfolgen im zweiten Schritt. Hierbei wird die Zahnbürste kreisend bewegt. Wichtig ist, dass die Zähne aufeinander liegen. Begonnen wird in der Mitte und von dort aus nach links und nach rechts geputzt.
     
  3. Die Innenflächen der Zähne werden zum Schluss gereinigt, und zwar von Rot (Zahnfleisch) nach Weiß (Zähne) und zwar mit kleinen drehenden oder kreisenden Bewegungen.

Die Wahl der richtigen Zahnpflegeinstrumente

Kinder sollten ihre Zahnbürste gut halten und führen können. Deshalb empfiehlt sich eine Zahnbürste mit einem rutschfesten und dickeren Griff.

Außerdem sollten die Borsten abgerundet und der Bürstenkopf kürzer als zwei Zentimeter sein. Da sich Bakterien in Naturborsten schneller ansiedeln, ist zu einer Kinderzahnbürste mit Kunststoffborsten zu raten.

Damit Erwachsene richtig ihre Zähne putzen können, sollte die Zahnbürste nach den eigenen Vorlieben ausgewählt werden.

Ob weiche, harte oder mittelweiche Borsten – das hängt von der Empfindlichkeit der Zähne und dem eigenen Geschmack ab.

Des Weiteren haben Erwachsene die Wahl zwischen einer manuellen und einer elektrischen Zahnbürste.

Hinweis: Die Zahnbürste – oder bei elektrischen Zahnbürsten der Bürstenkopf – sollte alle drei Monate ausgewechselt werden.

Manuelle vs. elektrische Zahnbürsten: Was ist besser?

Die Zahnreinigung mit einer elektrischen Zahnbürste ist gründlicher als die mit einer Handzahnbürste. Mit einer elektrischen Schallzahnbürste erfolgt die Entfernung von Zahnbelag effektiver. Zudem lassen sich mit dieser Zahnbürste Verfärbungen auf den Zahnoberflächen gut beseitigen.

Elektrische Zahnbürsten sind in der Regel mit einer Funktion ausgestattet, mit der sich die Intensität einstellen lässt. Somit sind diese Zahnbürsten auch für Menschen mit empfindlichen Zähnen geeignet. 

Die Bürstenköpfe elektrischer Zahnbürsten schwingen mit hoher Frequenz und erreichen einfacher die Zahnzwischenräume. Zudem gibt es Modelle, die auch für Personen mit Zahnspangen und Zahnersatz geeignet sind. 

Die Bedeutung der Borstenhärte und Zahnpastaauswahl

Es sind Zahnbürsten mit weichen, mittelharten und harten Borsten erhältlich. Zu bedenken ist, dass mit einer harten Bürste das Zahnfleisch leichter verletzt werden kann. Personen mit empfindlichen Zähnen oder mit Neigung zu Zahnfleischbluten sollten eine weiche Zahnbürste wählen.

Damit auch die Backenzähne gut gereinigt werden können, sollte der Bürstenkopf nicht zu groß ausfallen.

Die Auswahl der richtigen Zahnpasta richtet sich in erster Linie nach dem persönlichen Geschmack.

Zu beachten ist jedoch, dass Pasten für weiße Zähne den Zahnschmelz angreifen können. Sie enthalten meistens Inhaltsstoffe mit abschleifender Wirkung.

Zusätzliche Hilfsmittel für eine vollständige Mundreinigung

Nach dem Zähneputzen befinden sich oftmals noch Speisereste in den Zahnzwischenräumen. Um diese vollständig zu beseitigen, ist die Verwendung von Zahnseide oder einer Munddusche zu empfehlen. Um Kariesbakterien zu bekämpfen, kann der Mundraum abschließend mit einer Mundspülung gespült werden.

Tipp: Um zu kontrollieren, ob Du Plaque gründlich entfernt hast, kannst Du Färbetabletten verwenden. Die Tabletten werden zerkaut und sie färben die Stellen dunkel, an denen sich noch Zahnbelag befindet.

Häufige Fehler beim Zähneputzen und wie man sie vermeidet

Die Zähne werden dann nicht gründlich genug geputzt, wenn einige Faktoren nicht beachtet werden.

Zum Beispiel kommt es bei der richtigen Zahnpflege auf die Reihenfolge an.

Die Top-5-Fehler bei der Zahnpflege

Folgend zählen wir die fünf häufigsten Fehler bei der Mundhygiene auf.

  • Falsche Reihenfolge: Die Reihenfolge des Zähneputzens hängt von den Zahnputztechniken ab. Bei der häufig angewendeten Bass-Methode werden zuerst die Außenflächen, dann die Innenflächen und abschließend die Kauflächen geputzt.

    Bei der für Kinder geeigneten KAI-Methode wird mit dem Putzen der Kauflächen begonnen. Danach erfolgt die Reinigung der Außenflächen und zum Schluss sind die Innenfläche an der Reihe.
     
  • Zu kurzes Zähneputzen: Du solltest Deine Zähne morgens und abends jeweils mindestens zwei Minuten lang putzen. Du kannst Dir als Hilfsmittel einen Timer einstellen.
     
  • Zu viel Druck ausgeübt: Wenn Du mit zu viel Druck Deine Zähne putzt, besteht das Risiko für Zahnfleischverletzungen. Daraus können sich mitunter Zahnfleischbluten oder Zahnfleischentzündungen entwickeln.
     
  • Zahnzwischenräume nicht gründlich gereinigt: Auch mit einer hochwertigen Zahnbürste bleiben oftmals noch Speisereste in den Zahnzwischenräumen hängen. Diese sind mit Zahnseide oder mit einer Munddusche zu entfernen. Andernfalls sammeln sich Bakterien an.
     
  • Zungenreinigung missachtet: Die meisten Menschen vergessen bei der Mundhygiene die Reinigung der Zunge. Auf der Oberfläche der Zunge bildet sich ebenfalls Belag. Wird er nicht beseitigt, kann unter anderem Mundgeruch entstehen.

Prävention von Mundkrankheiten durch richtige Zahnputztechniken

Mit der richtigen Zahnputztechnik lassen sich Munderkrankungen vermeiden.

Zu den häufigsten Mundkrankheiten gehören:

  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
  • Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparates)
  • Stomatitis (Mundschleimhautentzündung)
  • Glossitis (Zungenentzündung)
  • Soor (Pilzbefall der Mundschleimhaut)

Spezielle Zahnputzanleitungen für besondere Bedürfnisse

Bei besonderen Bedürfnissen kommt es auf die Zahnputztechnik an, um einen gründliche und effektive Zahnreinigung zu gewährleisten.

So ist bei einer Zahnfleischentzündung die Stillmann-Methode zu empfehlen, während sich die Charters-Methode bei Parodontitis empfiehlt. Auch beim Putzen von Zahnspangen sowie bei empfindlichen Zähnen ist die richtige Putztechnik zu wählen.

Zähneputzen mit Zahnspangen: Tipps und Tricks

Bei einer festen Zahnspange ist es wichtig, die Brackets gründlich zu putzen. Hinter den Befestigungen können sich Essensreste und Bakterien ansammeln. Effektiv ist die Reinigung mit einer elektrischen Schallzahnbürste und einer Munddusche.

Dabei sind folgende Technik und Reihenfolge zu beachten:

  • Achte darauf, die Zahnbürste bei der Reinigung der Brackets sowie der Metallbänder von oben nach unten zu führen.
     
  • Setze die Borsten im 45-Grad-Winkel auf die Außenfläche der Zähne an.
     
  • Anschließend putzt Du wie gewohnt die Innenflächen und die Kauflächen.
     
  • Danach kannst Du eine Munddusche verwenden, um die Zahnzwischenräume und die Räume zwischen den Brackets zu reinigen. Auch eignet sich dazu eine Interdentalbürste.
     
  • Zum Schluss ist es ratsam, den Mundraum mit einer Mundspülung zu spülen.

Anpassung der Zahnputztechnik bei empfindlichen Zähnen

Bei empfindlichen Zähnen ist eine schonende Zahnreinigung wichtig.

Die Borsten der Zahnbürste oder des Bürstenkopfes sollten weich sein.

Bei elektrischen Schallzahnbürsten kannst Du Modi auswählen.

Für sensible Zähne ist der Modus Sensitive zu empfehlen.

Kinderzähne richtig putzen: Ein Leitfaden für Eltern

Eltern sollten ihre Kinder so früh wie möglich an die tägliche Zahnreinigung gewöhnen. Der richtige Zeitpunkt ist der, an dem die Milchzähne durchbrechen. 

Für die Reinigung bieten sich spezielle Kinderzahnbürsten an. Die Kinder sollten von Anfang an zum Zähneputzen motiviert werden. Hilfreich ist es zum Beispiel, wenn sich das Kleinkind seine Zahnbürste selbst aussuchen kann. Im Handel sind zudem Kinderbücher erhältlich, die sich mit dem Thema Zahnpflege beschäftigen.

Kinder ab dem dritten Lebensjahr können die KAI-Zahnputztechnik erlernen. Eltern sollten zudem zumindest in den ersten Jahren mit ihrem Kind gemeinsam die Zähne putzen. 

Fazit

Mit der richtigen Zahnputztechnik ist eine effektive Zahnhygiene gewährleistet. Schon Kleinkinder können lernen, wie man sich richtig die Zähne putzt.

Dazu bietet sich die KAI-Methode an, die bereits ab dem dritten Lebensjahr erlernbar ist. Neben der richtigen Putztechnik kommt es auf die passenden Hilfsmittel an: Zahnbürste, Zahnpasta und zudem Munddusche, Zahnseide und Mundspülung.

FAQ

Welche Zahnputztechnik bei Parodontitis?

Bei der Nachbehandlung von Parodontitis ist die Charters-Methode zu empfehlen.

Welche Zahnputztechnik bei Brackets?

Die Brackets sollten von oben nach unten und mit leicht rüttelnden Bewegungen der Zahnbürste gereinigt werden.

Welche Zahnputztechnik ist die Beste?

Die am häufigsten angewendete Zahnputztechnik ist die Bass-Methode. Für Kinder ist die KAI-Technik empfehlenswert.